Auch im ersten Quartal 2010 trugen die Verbraucher maßgeblich zum Wachstum bei. Die Marktforscher sehen jedoch erste Anzeichen für eine Wiederbelebung des Geschäftskundensegmentes. Signifikante Investitionssteigerungen seitens der gewerblichen Käufer erwartet Gartner allerdings erst zum Ende des laufenden Jahres beziehungsweise Anfang 2011. Aus Sicht der Kunden wird die Attraktivität der mobilen Rechner sicherlich auch durch den anhaltenden Preisverfall geschürt. Lag der durchschnittliche Verkaufspreis für ein Notebook Anfang 2009 noch bei 868 US-Dollar, so mussten Interessenten in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres im Schnitt nur noch 732 US-Dollar investieren. Der Consumer Electronics Marktindex Deutschland (CEMIX) weist für den gleichen Zeitraum einen Durchschnittspreis von 563 Euro aus.
Im Hinblick auf den Preisverfall spielen die nach wie vor sehr beliebten Netbooks mit Preisen unterhalb von 400 Euro eine große Rolle. Laut Gartner stiegen die Verkaufszahlen der Mini-Notebooks in den ersten drei Monaten weltweit um mehr als 71 Prozent. Allerdings habe sich das Wachstum bei den Netbooks in einigen Regionen der Welt verlangsamt, wie Gartner-Analyst Mikako Kitagawa anmerkt. Offensichtlich würden immer mehr Käufern die Defizite der Netbooks im Vergleich zu vollwertigen Mobil-Rechnern bewusst – zumal auch die Preise konventioneller Notebooks spürbar nachgeben.
Während Hersteller wie Acer und Asus nicht zuletzt aufgrund des Netbook-Booms deutlich Marktanteile gewinnen konnten, verteidigt Hewlett-Packard im weltweiten Notebook-Geschäft nach wie vor die Spitzenposition. Der US-Hersteller konnte im Quartalsvergleich gut 23 Prozent zulegen und kommt derzeit auf einen Marktanteil von 19,2 Prozent. HP liegt damit knapp vor Acer (18,5 Prozent) und Dell (11,5 Prozent), die beide ihre Verkaufszahlen noch stärker steigern konnten. Asus gelang gar eine Verdopplung der abgesetzten Stückzahlen. Mit einem Marktanteil von 8,8 Prozent schließt Asus zur Nummer vier der Branche, Toshiba (9,3 Prozent), auf.

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